Amerika

Reisetipps von A-Z

Alkohol

Die amerikanische Gesetzgebung schreibt für den Verkauf und den Konsum alkoholischer Getränke ein Mindestalter von 21 Jahren vor. Häufig wird dabei nach einer ID verlangt. Damit ist ein Dokument gemeint, das über das Geburtsdatum Auskunft gibt, also Führerschein, Personalausweis oder Reisepaß. Das Gesetz verbietet angebrochene alkoholische Getränke sichtbar im Auto mitzuführen.

Angeln

Angler benötigen eine für den jeweiligen Bundesstaat gültige Fishing License. Diese ist problemlos in Sportgeschäften, Campgrounds usw. erhältlich. Für National Parks bestehen teilweise Sonderregelungen.

Anreise

Ein Amerikaurlaub beginnt in der Regel im Flugzeug. Zahlreich Fluggesellschaften, unter anderem Lufthansa, Delta, Continental, British Airways oder die Air France, fliegen viele Ziele in Amerika direkt oder indirekt an. Für weitere Informationen bezüglich Flügen in die USA erkundigen Sie Sich bitte in Ihrem Reisebüro.
Siehe auch Links: Reiseveranstalter.

Apotheken

Apotheken, wie man sie in Deutschland kennt, sind in Amerika äußerst selten. Medikamente erhält man in der Regel im Supermarkt.

Ärztliche Hilfe

Die landesweit gültige Telefonnummer in Notfällen ist 911. Die medizinische Versorgung in Amerika ist in der Regel gut, jedoch auch sehr teuer. Daher sollte vor der Reise eine entsprechende Krankenversicherung abgeschlossen werden. Teilweise muß die Bezahlung einer Behandlung im voraus erfolgen, oder zumindest die Liquidität mittels Kreditkarte nachgewiesen werden. Eine rasche Kontaktaufnahme mit der Versicherung ist im Bedarfsfall empfehlenswert.

Auswandern

Wie in Deutschland stellt die Green Card auch in Amerika die Arbeits- und Aufenthaltserlaubnis dar. Green Cards werden entweder aufgrund besonderer Qualifikationen des Antragstellers direkt oder über das Losverfahren der alljährlich stattfindenden Green Card Lotterie vergeben.
Siehe auch Special: Green Card Lotterie.

Auto

Um in Amerika mobil zu sein wird von Urlaubern in der Regel ein Auto oder RV (Recreation Vehicle) gemietet. Ein Autokauf kommt nur noch äußerst selten in Frage. Der Erwerb eines eigenen Automobils rentiert sich erst für längere Aufenthalte ab einem halben Jahr. Außerdem haben bürokratische Formalitäten auch vor Amerika keinen Halt gemacht. Das größte Unterfangen dabei ist nicht einmal das Auto beim Departement of Motor Vehicle (DMV) zuzulassen, sondern eine entsprechende Versicherung zu finden. Wer nicht über die postalische Adresse eines Freundes oder Verwandten in Amerika verfügt, sollte sich diese Prozedur erst gar nicht antun.

Was Europäer als erstes auffallen wird, ist, daß amerikanische Autos und RVs größer sind. Die beliebten Pickups, denen man vor allem im Westen überall begegnet, entsprechen einem Kleinlaster; RVs sind häufig Luxusvillen auf Rädern. Dementsprechend hoch ist auch deren Benzinverbrauch. Die niedrigeren Kraftstoffpreise relativieren die Kosten jedoch wieder. Umweltpolitisch ist diese Tatsache allerdings bekannter weise bedenklich. Das Auto hat für Amerikaner denselben Stellenwert, den das Einfamilienhaus in Deutschland einnimmt. Wer über Geld verfügt leistet sich in der Regel zuerst ein besseres Auto und erst dann eine bessere Wohnung. Die meisten Autos haben ein Automatikgetriebe, verfügen über Servolenkung und eine eingebaute Klimaanlage. Über einen Tempomat läßt sich eine Geschwindigkeit einstellen, die dann elektronisch konstant gehalten wird, ohne daß dich der Fahrer darum kümmern muß, was vor allem bei weiten Strecken im Westen äußerst angenehm ist.
Siehe auch Links: Rund ums Auto.

Autohilfe

Die American Automobile Association (AAA, "Triple A") ist der größte amerikanische Automobilclub. ADAC Plus Mitglieder können sämtliche Leistungen des AAA in Anspruch nehmen. Im Bedarfsfall erhält man Hilfe wie z.B. Kostenübernahme des Abschleppdienstes (Towing), der in der Regel teuer ist. Bei einem Unfall mit einem Mietwagen sollte umgehend Kontakt mit der Autovermietung aufgenommen werden.

ADAC Plus Mitglieder erhalten in AAA Filialen kostenloses Informationsmaterial (Tourbooks usw.) und sehr gute Straßenkarten. AAA überprüft zudem landesweit Motels, Hotels und Campgrounds. Die Auszeichnung AAA approved birgt dabei für hohe Qualität. Häufig erhalten AAA bzw. ADAC Mitgliedern dort auch Preisnachlässe. Für weitere Details erkundigen Sie Sich bitte bei einer ADAC Geschäftsstelle.
Siehe auch Links: Rund ums Auto.

Bus

Öffentliche Busverbindungen werden keinesfalls flächendeckend angeboten. Besonders im Westen läßt das spärliche Netz regionaler Verbindungen zu wünschen übrig. Im Osten sind jedoch viele Großstädten untereinander verbunden. In den Städten selber sind Busverbindungen eher die Ausnahme. In der Regel stellt die U-Bahn im innerstädtischen Bereich das öffentliche Verkehrsmittel Nummer eins dar. Das größte, landesweit operierende Busunternehmen ist Greyhound. Daneben existieren vor allem in Alaska und Regionen mit hohen Besucherzahlen noch weitere lokale Unternehmen.
Siehe auch Links: öffentliche Verkehrsmittel.

Camping

Camping erfreut sich in Amerika großer Beliebtheit. Ob im einfachen Zelt oder einem luxuriösen RV (Recreation Vehicle). Auch Zelt- und Stellplätze variieren in Ausstattung und Preis vom eigenen Swimming Pool bis zur kostenlosen Übernachtung in freier Wildbahn. Mit Ausnahme der Großstädte und Metropolen finden sich in der Regel überall brauchbare und bezahlbare Angebote. Besonders empfehlenswert sind Campingplätze der landesweit vertretene Koa Gruppe. Wer allerdings etwas Abwechslung liebt wird auch von einigen kleineren privaten Campgrounds durchaus positiv überrascht sein. In den National Parks werden in der Regel staatliche Campingplätze unterhalten. Lesen Sie hierzu bitte die Beschreibungen zu den einzelnen National Parks. In Parks mit großem Besucherandrang, wie Grand Canyon, Yellowstone und Yosemite sollte man in der Regel, jedoch besonders zur Hochsaison den Platz vorher reservieren, auch wenn das mit der ursprünglichen Philosophie des Campens nicht mehr viel zu tun hat, aber auf diese Weise erlebt man keine ärgerlichen Überraschungen. Erwähnung finden soll auch noch das attraktive Angebot des USDA Forest Service. In National Forests ist es erlaubt, abseits der Straße kostenlos an jedem beliebigen Ort sein Zelt aufzuschlagen. In der Nähe von größeren National Parks und an besonders ausgeschilderten Orten besteht diese Möglichkeit jedoch nicht! Erkundigen Sie sich deshalb schon vor dem Urlaub bei den lokalen Büros des USDA Forest Service. Wer diese kostengünstige Möglichkeit der Übernachtung in freier Wildbahn nutzt, sollte allerdings auch einige Regeln beachten, namentlich keine offenen Feuer in Gang zu setzen, auch wenn andere dies bereits zuvor getan haben, den kompletten Müll wieder mitzunehmen und den Zeltplatz genauso zu hinterlassen, wie er vorgefunden wurde!
Siehe auch Links: Camping.

Eisenbahn

Wer Amerika mit dem Zug bereisen möchte, den führt kaum ein Weg an Amtrak vorbei. Amtrak unterhält zahlreiche Verbindungen zwischen Großstädten und auch einige transkontinentale Strecken. Lesen Sie hierzu bitte das Special mit dem Zug durch Amerika oder die Wiederentdeckung der Langsamkeit.
Siehe auch Links: öffentliche Verkehrsmittel.

Elektrizität

Das Stromnetz der USA verfügt über eine Spannung von 110 Volt bei 60 Herz im Gegensatz zu 220 Volt und 50 Herz in Deutschland. Elektrische Geräte aus Deutschland können daher nur verwendet werden, wenn sie umgeschaltet werden können. Außerdem werden Adapter für die Steckdosen benötigt, die man am besten schon zu Hause besorgt.

Feiertage

Feiertage sind in Amerika nicht immer an ein festes Datum gebunden. Teilweise orientieren sich diese auch an bestimmten Wochentagen des Monats. Am 1. Januar wird wie überall auf der Welt das Neujahrsfest, der New Years Day, gefeiert. Am 3. Montag im Januar folgt der Martin Luther King Day als Gedenktag an den ermordeten Bürgerrechtler. Der President's Day am 22. Februar sollte ursprünglich an den Geburtstag George Washingtons, des ersten Präsidenten der Vereinigten Staaten, erinnern, ist heute allerdings ein Feiertag zu Ehren aller ehemaligen US-Präsidenten. Der Karfreitag, Good Friday, wird am Freitag vor Ostern begangen. Beim Memorial Day am letzten Montag im Mai steht das Gedenken an die Gefallenen der Kriege im Vordergrund. Umzüge und Paraden begleiten den wichtigsten Feiertag der USA, den Independence Day, der alljährlich am 4. Juli begangen wird. Am 1. Montag im September findet der Labor Day, analog unserem Tag der Arbeit, statt. Die Entdeckung Amerikas durch Columbus am 12. Oktober 1492 wird in den Vereinigten Staaten alljährlich an eben diesem Tag gefeiert. Der Veteran's Day am 11. November ist ein Ehrentag für die Veteranen der US-Army. Am 4. Donnerstag im November wird das Erntedankfest, Thanksgiving, gefeiert. Der letzte Feiertag des Jahres ist der Christmas Day, der lediglich am 25. Dezember stattfindet.

Führerschein

In den meisten Fällen wird der europäische Führerschein akzeptiert. Trotzdem empfiehlt es sich, auch den internationalen Führerschein mitzunehmen. Schließlich bekommt ein Polizist irgendwo in Iowa nicht täglich einen europäischen Führerschein zu Gesicht.

Geld

Die amerikanische Währung ist der US-Dollar ($). Ein Dollar hat 100 Cents. Bargeld ist in Form von Münzen und Scheinen im Umlauf. Münzen besitzen einen Wert von 1, 5, 10, 25 und 50 Cents. Die ein Dollar Münze taucht im Bargeldverkehr nur selten auf. Umgangssprachlich wird das 5 Cent Stück Nickel, das 10 Cent Stück Dime, das 25 Cent Stück Quarter und der Dollar Buck genannt. Banknoten haben Werte von 1, 2, 5, 10, 20, 50, 500 bis 1000 Dollar. Die Scheine unterscheiden sich im Gegensatz zur europäischen Währungen allerdings nicht in ihrer Größe und farblichen Gestaltung. Scheine mit großem Wert sind im alltäglichen Gebrauch unbeliebt und werden teilweise nicht angenommen. Tauschen sie diese gegebenenfalls bei einer Bank in kleinere um. Bargeld erhält man an sogenannten ATMs, die teilweise sogar in Supermärkten aufgestellt sind. Im Gegensatz zu Europa erfreut sich in Amerika bargeldloser Zahlungsverkehr großer Beliebtheit. Auch kleine Summen werden mit Kreditkarten gezahlt. Die gebräuchlichsten Kreditkarten in Amerika wie auch in Europa sind Visa- und Mastercard.

Landkarten

Wer eine Tour mit dem Mietwagen oder Camper plant, benötigt genaue Karten. Aus eigener Erfahrung ist der North America Road Atlas von AAA besonders zu empfehlen. Darin enthalten sind große Übersichtskarten der USA, Kanada und Mexiko. Die einzelnen US-Bundesstaaten und kanadischen Provinzen sind jeweils mit einer eigenen Karte aufgeführt; größere Städte und Nationalparks werden ebenfalls mit einem Stadtplan erwähnt. Neben der sehr guten Lesbarkeit der Karten sind besonders die Entfernungsangaben auch an kleineren Nebenstraßen sehr hilfreich. Somit entsteht bereits bei der Planung ein unverfälschter Eindruck der Größe des Landes und der zurückzulegenden Entfernungen. Einleitend werden auch noch Ratschläge für das Verhalten im amerikanischen Verkehr gegeben. Ebenfalls sehr beliebt ist der Road Atlas von Rand McNally. Beide Straßenatlanten können im Bereich Bücher direkt online bestellt werden. ADAC-Mitglieder erhalten nach Vorlage des Mitgliederausweises bei AAA-Büros kostenlos Straßenkarten und Stadtpläne der Region. Wanderern, Treckern und Bergsteigern sei empfohlen, sich vor Ort in Buchhandlungen, Visitor Centers und dergleichen über das beste Kartenmaterial beraten zu lassen.

Maße, Gewichte, Temperaturen

Kurz gesagt, in Amerika ist alles anders. Entfernungen und Streckenangaben werden in mile, yard, foot und inch angegeben. Dabei entspricht ein inch 2,54 Zentimeter, ein foot 0.304 Meter, ein yard 0,914 Meter und eine Mile 1,6092 Kilometer. Entsprechend werden Flächen in acres und square miles ausgezeichnet, wobei ein acre 0,4047 Hektar und eine sq mile 2,59 km² entsprechen. Ebenfalls besonders ist die gallon, die 3,7854 Litern entspricht. Ein quart, also ein Viertel dieser gallon, sind folglich 0,94635 Liter. Gewichte werden in long bzw. short tons, pound und ounce angegeben. Eine ounce sind 28,35 Gramm. Ein Pound sind 0,4536 kg. Eine short ton (2000 pounds) sind folglich 0,90718 Tonnen; eine long ton (2240 pounds) findet ihre Entsprechung in 1,1016 Tonnen. Um Temperaturen von den amerikanischen Grad Fahrenheit in Grad Celsius umzuwandeln subtrahiert man von der Temperaturangabe 32 und dividiert das Ergebnis durch 1,8. Einfacher gehts, wenn man sich gewisse Temperaturen merkt und den Rest lediglich schätzt. Bei 0°C, 32°F gefriert das Wasser, 100°F ist die Körpertemperatur des Menschen, also 37°C, 86°F sind wohlige 30°C und Wasser kocht in Amerika bei 212°F, bei uns sind das bekanntlich 100°C unter Normalbedingungen. Zu guter Letzt besteht der amerikanische Tag nicht aus 24, sondern aus zwei mal zwölf Stunden mit den Zusätzen am (ante meridiem) vor und pm (post meridiem) nach 12 Uhr Mittags.

Reiseführer

Reiseführer über Amerika existieren wie Sand am Meer. Manche behandeln das ganze Land, andere nur bestimmte Regionen oder Städte. Dabei ist klar, daß solche, die den Anspruch haben, das ganze Land zu beschreiben nicht so sehr in die Tiefe gehen können wie auf bestimmte Regionen spezialisierte Reiseführer. Wer also noch keinen Überblick über all die Sehenswürdigkeiten dieses faszinierenden Landes hat oder den ersten Urlaub in Amerika plant, dem sei ein möglichst allgemein gehaltenes Werk empfohlen. Wer dagegen bereits über eine genauere Vorstellung über das Urlaubsziel verfügt, dem ist ein speziellerer Reiseführer entsprechend dienlicher. Die besten Erfahrung habe ich mit den Reiseführern aus dem Reise Know How und dem Baedeker Verlag gemacht, obwohl sich beide in ihrer Struktur unterscheiden. Beide Reiseführer sind in drei Bereiche gegliedert: Kultur und geschichtliche Hintergründe des Reiselandes, Informationen über die Reiseziele und Sehenswürdigkeiten und Praktische Reiseinformationen von A-Z. Im Hauptteil, den Informationen über die Reiseziele und Sehenswürdigkeiten unterscheiden sie sich jedoch. Reiseführer aus dem Verlag Reise Know How vermitteln Informationen nach dem Prinzip einer Rundreise, also nach geographischen Zusammenhängen gegliedert, wohingegen der Baedeker Attraktionen und Sehenswürdigkeiten alphabetisch sortiert. Beide Strukturen haben wohl ihre Vor- und Nachteile. Wer eine gewisse Information über eine Sehenswürdigkeit sucht wird im Baedeker sicher schneller fündig als in den Reise Know How Führern. Dagegen lässt sich beim Reise Know How Reiseführer im Urlaub vor Ort eine Sehenswürdigkeit nach der anderen ohne langwieriges suchen geordnet abhaken. Mit welcher Art Sie besser zurecht kommen müssen Sie selbst in Erfahrung bringen. Qualitativ sind beide sehr hochwertig und besonders zu empfehlen.
Reiseführer aus beiden Verlagen und weitere empfehlenswerte Titel finden Sie in dem Bereich: Bücher.

Viele fragen sich, ob sich der Erwerb eines Reiseführers bei all den tollen kostenlosen Informationen, die im Internet erhältlich sind, überhaupt noch lohnt? Ich meine ja! Reiseführer werden von Profis erstellt. Sie verfügen über ein enormes Wissen und die Fähigkeit dieses zu vermitteln. Die Informationen sind stets aktuell und auf dem neuesten Stand. Dazu ist eine Menge Arbeit notwendig und die hat ihren Preis. Viele Informationen auf Webseiten sind lediglich subjektive Erfahrungsberichte. Das macht aber noch keinen Reiseführer. Auf der anderen Seite kann eine Webseite nicht dieselbe Information kostenlos anbieten, für die bei einem Reiseführer bezahlt werden muß, weil sich das schlicht und einfach finanziell (noch) nicht rentiert. Von irgendwas muß der Website-Betreiber schließlich auch leben.

State Parks

Analog zu den National Parks auf nationaler Ebene stellen auch die einzelnen US-Bundesstaaten auf bundesstaatlicher Ebene Orte, die entweder über besondere natürliche Gegebenheiten verfügen oder von historischer Bedeutung sind unter Schutz. Diese State Parks stehen nicht in Verbindung mit dem National Park Service, weshalb die Jahreseintrittskarte des National Park Service, der Golden Eagle Pass, für State Parks keine Gültigkeit hat.

Telefon

Bei Ortsgesprächen lohnt sich die Bezahlung mit Münzen in der Regel gerade noch. Telefoniert wird mit 5, 10 und 25 Cent Stücken. Für Ferngespräche, long distance calls, oder Anrufe im Ausland lohnt sich auf jedenfall die Anschaffung sogenannter Pre Paid Cards. Der Käufer investiert dabei im voraus in ein Gesprächsguthaben, das er anschließend über eine kostenlose 1-800 Nummer abtelefonieren werden kann. Diese Karten sind in jedem Supermarkt erhältlich, oder auch in den Visitor Centers der National Parks. Die billigsten der billigsten Karten sind nicht unbedingt empfehlenswert, da es dann durchaus vorkommen kann, daß man nicht sofort ein Freizeichen bekommt. Zu empfehlen sind die etwas teureren Karten der National Parks, die mittels Kreditkarte auch wieder aufgeladen werden können. Über die Taste "0" wird man bei amerikanischen Telefonen automatisch mit dem Operator verbunden. Über diesen Operator lassen sich auch R-Gespräche, die sogenannten collect calls, abwickeln. Häufig werden Telefonnummern in Amerika als sogenannte Vanity Nummern dargestellt. Vanity Nummern sind in der Regel kostenlose 1-800 Nummern mit einem Wort als Zusatz, so z.B. 1-800 AAA HELP. Die Buchstaben ersetzen dabei Zahlen. Die Zahl 2 ist mit den Buchstaben ABC, die 3 mit DEF, die 4 mit GHI, die 5 mit JKL, die 6 mit MNO, die 7 mit PQRS, die 8 mit TUV und die 9 mit WXYZ belegt. Diese Angaben befinden sich auch auf den einzelnen Tasten der Telefone. Somit lautet die oben genannte Telefonnummer: 1-800 222 4357. Die Vorwahl für Gespräche aus den USA nach Deutschland lautet 01149. Die anschließende Vorwahl wird ohne "0" gewählt.

Trinkgeld

In amerikanischen Lokalen ist es nicht üblich, daß die Bedienung im Preis inbegriffen ist. Das dafür zuständige Personal wird oft unter Mindestlohn bezahlt, weshalb sie auf Trinkgeld (Tip) angewiesen sind. In der Regel hinterläßt man 10-20% des Rechnungsbetrages zusätzlich für die Bedienung. Taxifahrer erhalten ebenfalls 10-20%. Auch in Hotels ist die Situation nicht anders. Dem Reinigungspersonal hinterläßt man 2-3$, der Kofferträger erhält 1 bis 2$ pro Gepäckstück. Verstehen Sie es nicht als "schlechtes Benehmen", wenn Sie direkt auf das Trinkgeld angesprochen werden, wenn Sie es vergessen haben.

Umgangsregeln

Wie überall gilt auch in Amerika: wie Du mir, so ich Dir. Gehen Sie offen und freundlich mit anderen um, dann wird man auch Ihnen offen und freundlich begegnen. Amerikaner sind pauschal gesehen kontaktfreudiger als Menschen hierzulande. Oftmals ist dieses vermeintliche Interesse leider nur recht oberflächlich und mehr als ein kurzer Smalltalk kommt meist nicht zu Stande. Trotzdem sollte man auf den anderen eingehen. Vor allem in weniger besuchten Regionen sind die Menschen wirklich so offen wie sie es vorgeben.

In Lokalen hängt oftmals ein Schild, guests wait to be seated. Dann warten Sie am Eingang bitte darauf, daß Ihnen der Ober einen Platz zuweist.

Sollten Sie in eine Polizeikontrolle kommen, bleiben Sie ruhig sitzen und belassen Sie beide Hände am Lenkrad. Der Polizist fordert Sie dann auf, ihm die Papiere vorzuzeigen usw.

Verkehrsregeln

Verkehrsregeln in Amerika und in Deutschland unterscheiden sich lediglich im Detail. Da Entfernungen in Amerika nicht metrisch gemessen werden, werden auch die Geschwindigkeitsangaben entsprechend in miles per hour (MPH) gehalten. Zwar gibt es in den USA keine stationären Radarfallen, trotzdem sollte die zulässigen Höchstgeschwindigkeiten unbedingt eingehalten werden. Die amerikanische Polizei kennt bei Temposündern keine Gnade, entsprechend hoch sind bei Überschreitungen auch die Geldstrafen. Wer von der Polizei zum Anhalten aufgefordert wird, sollte beide Hände am Lenkrad belassen bis der Polizist nach den Papieren verlangt. Folgende Besonderheiten sind im Straßenverkehr zu beachten: Unter Beachtung der Vorfahrtsregeln darf an roten Ampel rechts abgebogen werden. Befindet sich unter einem Stop Schild eine Plakette mit der Aufschrift 4 WAY, so müssen zuerst alle Fahrer anhalten. Losgefahren wird dann in der Reihenfolge, wer zuerst, als zweiter, dritter usw. an der Kreuzung angehalten hat. Schulbusse, aus denen Kinder aus- und einsteigen, dürfen in beiden Richtungen nicht passiert werden.
Siehe auch Links: Rund ums Auto.

Visum

Deutsche Staatsangehörige, die zu Urlaubs- oder Geschäftszwecken in die Vereinigten Staaten von Amerika reisen möchten, benötigen in der Regel kein Visum zur Einreise. Die meisten deutschen Reisenden - einschließlich Kinder, die mit einem gültigen Kinderausweis (mit oder ohne Foto) reisen, - können die Vereinigten Staaten als Touristen oder Geschäftsreisende für einen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen ohne Visum besuchen, wenn sie mit einer regulären Fluglinie oder Schifffahrtsgesellschaft einreisen und ein Rückflugticket, gültig für den Zeitraum von maximal 90 Tagen ab Einreise, vorweisen können. Studenten, Schüler und Praktikanten, die ein Jahr in den USA verbringen wollen benötigen ein Visum zur Einreise. Nähere Informationen hierzu erhalten Sie bei der US-Botschaft.

Wetter

Das amerikanische Klima ist extremer als das mitteleuropäische. In Europa bilden die Alpen einen Riegel, der das warme Mittelmeerklima vom kühleren Klima im Norden trennt. Außerdem profitiert das Klima in unseren Breitengraden von der Erwärmung durch den Golfstrom. In den USA und Kanada verhält sich das etwas anders. Die Rocky Mountains im Westen und die Appalachen im Osten verlaufen in Nord-Süd Richtung. Folglich besteht im Innern des Kontinents keine natürliche Barriere, die das Aufeinandertreffen des tropischen Klimas im tiefen Süden mit dem arktischen Klima im hohen Norden Kanadas verhindert. Das Land ist somit dem Wetter hilflos ausgesetzt. Im Sommer ziehen wochenlange Hitzewellen von Süden bis weit nach Kanada hinein; im Winter wagt sich das arktische Klima entsprechend weit nach Süden vor. Dort wo die beide Massen aufeinandertreffen entlädt die Natur ihre ganze Kraft. Tornados und Gewitterstürme toben sich neben den für die beiden klimatischen Verhältnisse typischen Extremerscheinungen wie Blizzards und tropischen Wirbelstürmen über Amerika aus.

Die Strömungen vor den Küsten im Osten und im Westen verlaufen in entgegengesetzter Richtung. Im Westen sorgt eine kühle Strömung, die aus dem Norden, Alaska, kommt für mäßige Temperaturen an Land. Deshalb bereitet auch das Baden im Pazifik erst im Süden Kaliforniens richtige Freude. An der Ostküste dagegen profitieren die Menschen vom warmen Wasser des Golfstromes. Am Golf von Mexiko selbst sind die Bedingungen selbstverständlich hervorragend.
Über die aktuellen Wettervorhersagen informiert Sie unser Bereich: Wetter.

Zeit

Amerika erstreckt sich über vier Zeitzonen. Von Osten nach Westen sind dies Eastern Standard Time (Mitteleuropäische Zeit - 6 Stunden), Central Standard Time (MEZ - 7 Stunden), Mountain Standard Time (MEZ - 8 Stunden) und Pacific Standard Time (MEZ - 9 Stunden). Alaska liegt 10 Stunden hinter der Mitteleuropäischen Zeit, Hawaii sogar 11 Stunden. Einige Bundesstaaten stellen im Sommerhalbjahr ihre Zeit um eine Stunde auf Daylight Saving Time vor. Als weitere Besonderheit unterscheidet sich auch die Zeitangabe. Der amerikanische Tag besteht nicht aus 24, sondern aus zwei mal zwölf Stunden mit den Zusätzen am (ante meridiem) vor und pm (post meridiem) nach 12 Uhr Mittags.

Zollbestimmungen

Der Reisende muß bereits im Flugzeug die Zollerklärung und die Einreisegenehmigung ausfüllen. Dabei sollten alle Fragen mit "no" beantwortet werden können. In dem Formular muß auch einen gültige Adresse in den USA als Reiseziel angegeben werden. Die Adresse des ersten Hotels ist dabei ausreichend. Diese Formulare werden nach der Ankunft im Flughafen vom Zollbeamten überprüft. Zollfrei eingeführt werden dürfen Gegenstände des persönlichen Bedarfs sowie pro Person 200 Zigaretten, 1l Spirituosen und Geschenke im Gegenwert von bis zu 100 US-$. Die Einfuhr von Bargeld unterliegt einer Beschränkung von 10 000 US-$.

Zum Seitenanfang
email - Impressum 
© INGELMANN