mein Amerika: USA Reisen & Nordamerika Info

Special: Tage des Schreckens

Am Morgen des 11. September 2001 rasten 2 Flugzeuge in die Türme des World Trade Centers in New York, ein weiteres Flugzeug ging auf das Pentagon in Washington D.C. nieder. Die beiden Türme das World Trade Centers und Teile des Pentagons stürzten daraufhin ein und begruben Tausende Menschen unter sich.

Um 8.42 Uhr Ortszeit geschah das unfassbare. Eine Boeing 757 der American Airlines mit 58 Passagieren und 6 Crew-Mitgliedern an Bord raste in den Nordturm des WTC. Das Flugzeug auf dem Weg von Washington nach Los Angeles war mit Kerosin vollbetankt. Heftige Explosionen begleiteten den Einschlag. Augenzeugen gingen zuerst von einem Unglück aus.

Als um 9.00 Uhr, 18 Minuten nach dem ersten Einschlag, eine zweite Maschine, Typ Boeing 767 mit 81 Passagieren und 11 Crew-Mitgliedern an Bord, auf den Südturm aufprallte verhärtete sich der Verdacht eines Terroranschlages. Auch diese Maschine war für den Flug von Boston nach Los Angeles mit Kerosin vollbetankt. Das Flugzeug durchschlug den Turm des WTC und brennende Teile traten auf der anderen Seite wieder aus. Zahlreiche Fernsehzuschauer wurden Zeugen dieses zweiten Einschlages und den darauffolgenden Geschehnissen, da unmittelbar nach dem ersten Einschlag zahlreiche Kameras auf die beiden Türme gerichtet wurden.

Das WTC stand in Flammen. Dichter Rauch quoll aus den oberen Stockwerken der 411 Meter hohen Türme. Die Türme standen wie zwei überdimensionale Fackeln in der Skyline von Manhatten.

Zahlreiche in den Stockwerken oberhalb der Einschlagstellen eingeschlossene Menschen schrien um Hilfe. Einsatzkräfte der Polizei und Feuerwehr bahnten sich den Weg nach oben, entgegen den fliehenden Menschen.

Um 9.24 Uhr wendete sich Präsident George W. Bush aus einer Schule in Florida an die Nation und bestätigte den Verdacht eines Terroranschlages gegen die Vereinigten Staaten.

Um 9.34 ging ein weiteres Flugzeug auf das Gebäude des US-Verteidigungsministerium in Washington D.C. nieder. Ein Teil des Pentagons wurde dabei beschädigt. Feuer machte sich breit. Das Pentagon, das Weiße Haus, weitere Ministerien und das Kapitol wurden evakuiert. Vor dem Außenministerium explodierte eine Autobombe. 800 Menschen werden seither in Washington vermisst.

Das Feuer und die Explosionen im Südturm des WTC führten dazu, daß die tragenden Bauteile aufgrund der Hitze versagten. Der Südturm stürzte um 9.50 Uhr ein und begrub Arbeiter, Besucher und Einsatzkräfte unter sich. Riesige Staub- und Aschewolken machten sich über der Südspitze Manhattens breit.

Vierzig Minuten später, um 10.30 Uhr hielt auch der Nordturm den Belastungen nicht mehr stand und stürzte ebenfalls zusammen. 4700 Menschen werden seither vermisst, darunter auch 300 Feuerwehrleute und 80 Polizisten, die unmittelbar nach den Anschlägen erste Hilfe leisten wollten.

Kurz zuvor stürzte eine Boeing 757 der United Airlines bei Pittsburgh ab. Passagiere, die nach ihrer Entführung von den Anschlägen in New York erfuhren, überwältigten offenbar die Terroristen und wollten durch den Absturz ihrer eigenen Maschine einen weiteren Anschlag entweder auf den Präsidentensitz Camp David, das Weiße Haus oder das Kapitol in Washington verhindern.

In New York machte sich eine Welle der Hilfsbereitschaft breit. Viele leisteten erste Hilfe. Ärzte und Krankenschwestern kehrten umgehend aus ihrem Urlaub an ihre Arbeitsplätze zurück; Die Einsatzkräfte am Ort des Geschehens wurden von vielen New Yorkern mit Essen und Trinken versorgt und den Aufrufen Blut zu spenden folgten Tausende.

Nach diesen menschenverachtenden Anschlägen machten sich Trauer und Entsetzen auf der ganzen Welt breit. Offiziellen Beileidsbekundungen vieler Staatsoberhäupter an den Präsidenten der Vereinigten Staaten, George W. Bush, folgten die Solidaritätsbekundungen der Bevölkerungen. Menschen legten Blumen an den Diplomatischen Vertretungen der USA nieder; Gedenkgottesdienste wurden abgehalten. Viele entzündeten Kerzen und gedachten den Opfern in ihren Gebeten.

Führende Politiker zahlreicher Staaten solidarisierten sich für den Kampf gegen den internationalen Terrorismus an der Seite der USA. Die Nato hat zum ersten Mal den Bündnisfall ausgerufen und somit ein gemeinsames Vorgehen des Bündnisses gegen den Terrorismus ermöglicht.

Die vier Maschinen wurden von Terroristen entführt. Die Täter waren dabei lediglich mit kleinen Messern bewaffnet. Als die Terroristen die Gewalt über die Flugzeuge übernommen hatten, mußten sich grausame Dinge an Bord abgespielt haben. Einigen Passagieren gelang ein Anruf bei ihren Verwandten, ein letzter Abschied. Auch aus dem brennenden WTC wurden noch Abschiedsgespräche geführt. Vielen blieb dieser letzte Kontakt jedoch verwehrt.

Die Südspitze Manhattens wurde aus Furcht vor weitern Anschlägen und wegen drohender Einsturzgefahr evakuiert und abgeriegelt. Feuerwehr und Soldaten der Nationalgarde sind dabei die Opfer zu bergen und die Trümmer zu beseitigen. Straßen und Gebäude sind in einen Schleier aus Staub und Asche gehüllt. Zerbrochene Fensterscheiben, ein Trümmerhaufen voller Leichen, und die Überreste von dem, was ursprünglich der World Trade Center Komplex war sind alles, was nach diesem Tag des Schreckens auf der Südspitze Manhattens verblieb; Trauer und Entsetzen haben sich jedoch auf die ganze Welt ausgebreitet.

George W. Bush beendete seine Ansprache an die Nation mit den Worten: "God bless America!"


Weiterführende Informationen zum Thema finden Sie bei:

  • n-tv (Homepage des Nachrichtensenders)
  • CNN (Homepage des Nachrichtensenders)

Zum Seitenanfang
email - Impressum 
© INGELMANN